Allzu viel ist ungesund: Arzneimittelwechselwirkungen
Oft ist es mit einem Mittel allein nicht getan. Manchmal muss eine Krankheit mit unterschiedlichen Arzneimitteln behandelt werden. Außerdem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit an mehreren Krankheiten gleichzeitig zu leiden, wenn wir älter werden. Es kann passieren, dass sich die eingenommenen Medikamente gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken, behindern oder sogar aufheben. Das muss nicht immer bedeuten, sie unter keinen Umständen zu kombinieren. Manchmal reicht auch eine Dosisanpassung aus und bei vielen Krankheiten gehört eine Kombinationsbehandlung zum therapeutischen Standard. Die Behandlung des Bluthochdrucks ist ein gutes Beispiel. Trotzdem erfordert es besondere Sorgfalt, wenn mehrere Medikamente gleichzeitig eingenommen werden müssen. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie sich selbst in der Apotheke kaufen!
Was können Sie tun, wenn Sie mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen?
  • Sprechen Sie Ihren Arzt an. Sind Sie bei unterschiedlichen Ärzten in Behandlung, legen Sie immer eine Liste der Medikamente vor, die sie zurzeit nehmen. Die Apotheken halten Arzneimittelpässe bereit.
  • Sprechen Sie den Apotheker an. Apotheker werden in ihrer Ausbildung im Erkennen von Medikamenten-Wechselwirkungen speziell geschult. Außerdem besitzen die meisten Apotheken Computerprogramme, die sie bei der Beratung unterstützen.
  • Fragen Sie in der Apotheke nach einer Kundenkarte. Darauf können Ihre Arzneimittel gespeichert werden und Wechselwirkungen schneller erkannt werden.
  • Studieren Sie dden Beipackzettel. Darin müssen alle möglichen, bisher bekannten Wechselwirkungen eines Medikamentes aufgeführt sein.
  • Rufen Sie Ihre BKK-Arzneimittelberatung an.
Beachten Sie auch, dass Nahrungsmittel Medikamente in ihrer Wirkung verändern können. Beispielsweise werden bestimmte Antibiotika durch die gleichzeitige Aufnahme von Milch in ihrer Wirkung beeinträchtigt. Schwarzer Tee und Eisenpräparate sollten ebenfalls nicht zusammen eingenommen werden.
Sicherlich jedem bekannt ist die Wechselwirkung von Alkohol mit Medikamenten. Am besten ist selbstverständlich der völlige Verzicht auf Alkohol, wenn Medikamente eingenommen werden müssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder rufen Sie uns an, bei welchen Arzneimitteln mäßiger, gelegentlicher Alkoholgenuss erlaubt ist.
AutorIn: Heike Peters, Apothekerin
erstellt am: 17.12.2004
letzte Überarbeitung: 09.05.2006
Quellen:
n.a.