Das Projekt
Der BKK Landesverband Niedersachsen-Bremen und das Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen starteten im Oktober 2001 das Projekt der BKK Arzneimittelberatung. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Gerd Glaeske .
Die Krankenkassen stellen dem Projekt die Arzneimitteldaten ihrer Versicherten zur systematischen Auswertung zur Verfügung. Nicht nur Einsparpotentiale für die Kassen werden hier sichtbar, auch Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln können identifiziert und mit dem verordnenden Arzt/der Ärztin besprochen werden. Auffällig werden auch Überdosierungen, die sich beispielsweise ergeben können, wenn ein Patient von verschiedenen Ärzten das gleiche Medikament verordnet bekommt. Bei dutzenden von Arzneimitteln, die bei gleichem Wirkstoff unterschiedliche Handelsnamen tragen gar keine Seltenheit! Die Analyse der Daten kann also wesentlich zur Arzneimittelsicherheit beitragen. Um dem Datenschutz zu genügen, werden dem Projekt übrigens Namen und Anschrift der Versicherten nicht mitgeteilt.
Die wiederum haben allerdings die Möglichkeit, selbst ihre Daten freizugeben. Damit nutzen sie einen weiteren Vorteil des Projekts: Sie erhalten eine Übersicht und Auswertung aller in den letzten Quartalen verordneten Arzneimittel. Tauchen Probleme, wie Wechselwirkungen, Gegenanzeigen oder Überdosierungen auf, nimmt eine MitarbeiterIn des Projekts persönlich mit dem/r Versicherten Kontakt auf. Auf Wunsch wird auch der behandelnde Arzt/die Ärztin kontaktiert. Die Versicherten erhalten auch Tipps, wie sie ihre Arzneimittel optimal einnehmen können. Besser morgens oder abends, welche Nahrungsmittel zu meiden sind oder was sonst noch zur Unterstützung getan werden kann.
Bei anderen Fragen zur Arzneimitteltherapie, zu Wirkungen, Nebenwirkungen, Verordnungsfähigkeit, Preisen oder zur Selbstmedikation haben alle Versicherten der beteiligten BKK's die Möglichkeit mit den Mitarbeiterinnen des Projekts über eine kostenfreie Hotline-Nummer Kontakt aufzunehmen. Sie finden für Ihre Probleme dort immer ein offenes Ohr und ausreichend Zeit. Die Beratung erfolgt unabhängig ganz im Interesse der Versicherten.
Dieses Internetangebot wendet sich an die allgemeine Öffentlichkeit. Einige Seiten sind allerdings nur für die Versicherten der projektbeteiligten Betriebskrankenkassen abrufbar. Das dazu notwendige Paßwort hält die zuständige BKK bereit.