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Impfung gegen Gürtelrose

Derzeit stehen zwei verschiedene Impfstoffe gegen Gürtelrose (Herpes zoster) zur Verfügung. Nachfolgend erfahren Sie, welche Empfehlungen die Ständige Impfkommission (STIKO) ausgesprochen hat und wie es um die Kostenübernahme durch die Krankenkasse steht.

Seit 2013 ist der Lebendimpfstoff Zostavax® verfügbar, seit 2018 der Totimpfstoff Shingrix®. Die aktuellen STIKO-Empfehlungen für die beiden Impfstoffe unterscheiden sich deutlich. Aufgrund der eingeschränkten Wirksamkeit und seiner begrenzten Wirkdauer wird der Herpes-zoster-Lebendimpfstoff von der STIKO derzeit nicht als Standardimpfung empfohlen. Den Herpes-zoster-Totimpfstoff empfiehlt die STIKO hingegen seit Dezember 2018 als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahren. Für Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung für das Auftreten eines Herpes zoster infolge einer Grundkrankheit und für Personen mit angeborener bzw. erworbener Immunschwäche wird der Impfstoff bereits ab 50 Jahren empfohlen. Dazu gehören unter anderem Patienten mit HIV-Infektion, rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma bronchiale, chronischer Niereninsuffizienz und Diabetes mellitus.

Die Impfung mit dem Herpes-zoster-Totimpfstoff ist seit 01.05.2019 in der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) verankert. Demnach wird die Imfung für alle Personen ab 60 Jahren und für die oben genannten Personen mit einem erhöhten Risiko für Herpes zoster ab 50 Jahren von der Gesetzlichen Krankenkasse gezahlt. Der Lebendimpfstoff ist hingegen keine Pflichtleistung der GKV.