14.05.2013
Was bedeutet ein schwarzes Dreieck in der Packungsbeilage?
Ein schwarzes Dreieck mit der Spitze nach unten und ein kurzer Begleittext werden ab September 2013 Arzneimittel kennzeichnen, die einer zusätzlichen Überwachung im Rahmen der Pharmakovigilanz unterliegen (lat. vigilantia "Wachheit, Schlauheit"). Das Symbol wird in der Fachinformation und der Packungsbeilage sichtbar sein, jedoch nicht auf der Verpackung.
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05.02.2013
Verdacht auf tödliche Hautschäden unter Tetrazepam – Europäische Arzneimittelagentur EMA leitet eine Neubewertung des Wirkstoffes ein
Tetrazepam (Handelsname Musaril®, diverse Generika) ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine. Er wird bei schmerzreflektorischen Muskelverspannungen und spastischen Syndromen als zentralwirksames Muskelrelaxans eingesetzt.
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14.01.2013
Negatives Nutzen-Schaden-Verhältnis: Vertrieb des Lipidsenkers Tredaptive® wird weltweit eingestellt
Bei dem Medikament handelt es sich um die Kombination zweier Wirkstoffe: Nikotinsäure und Laropiprant. Während die Nikotinsäure das Lipidprofil im Blutplasma günstig beeinflussen soll, wird der Prostaglandin-Antagonist Laropiprant zur Unterdrückung der unerwünschten Wirkungen der Nikotinsäure (sog. Flush-Symptome) zugesetzt.
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10.12.2012
Schwerpunktthema Arzneimittelsicherheit: Langzeit-Studie zu Osteoporose-Medikamenten geplant
Die Osteoporose stellt trotz der Verfügbarkeit verschiedener therapeutisch einsetzbarer Substanzen eine schwerwiegende Erkrankung mit oftmals deutlich verminderter Lebensqualität dar.
Osteoporose-Medikamente schützen vor Knochenbrüchen, indem sie den Abbau des Knochens verlangsamen und die Knochenarchitektur stärken. Bisphosphonate sind die weltweit und auch in Deutschland mit Abstand am häufigsten verschriebenen Osteoporose-Therapeutika. Innerhalb der Gruppe der Bisphosphonate ist wiederum Alendronsäure der am häufigsten verordnete Wirkstoff.
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19.11.2012
Arzneimittelnebenwirkungen? – Neues aus dem Bereich Pharmakovigilanz
Pharmakovigilanz (lat. vigilantia „Wachheit“, „Schlauheit“) bedeutet die laufende und systematische Überwachung der Sicherheit eines Fertigarzneimittels nach seiner Zulassung. Ziel ist, seltene unerwünschte Wirkungen zu entdecken und zu beurteilen, um in der Folge entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen zu können.
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26.09.2012
Arzneimittel mit dem Wirkstoff Levofloxacin (Tavanic® und Generika): Änderung in den Produktinformationen
Bei dem Wirkstoff Levofloxacin handelt es sich um ein Breitspektrum-Antibiotikum, das u.a. zur Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen und bei komplizierten Hautinfektionen eingesetzt wird.
Im Mai 2012 hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde nun ein Verfahren zur Harmonisierung der nationalen Produktinformationen von Tavanic® abgeschlossen.
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31.07.2012
Osteoporosetherapeutikum Calcitonin: Langzeit-Anwendung erhöht möglicherweise das Krebsrisiko
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelagentur EMA empfiehlt, den Wirkstoff Calcitonin nur für eine kurze Behandlungsdauer einzusetzen sowie bestimmte Darreichungsformen ganz vom Markt zu nehmen.
Die Langzeit-Anwendung des Hormons scheint Studien zufolge das Krebsrisiko zu erhöhen.
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11.06.2012
Chargenrückruf Adrenalin-Autoinjektor Anapen®
Der Adrenalin-Autoinjektor "Anapen" wird zur sofortigen Behandlung eines anaphylaktischen Schocks eingesetzt.
Bei einigen Chargen der betroffenen Produkte besteht jedoch laut BfArM das Risiko, dass die Adrenalinlösung bei einem Notfall nicht oder nicht in hinreichender Menge abgegeben werde und damit keine erfolgreiche Behandlung des Schockzustandes erfolge.
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03.04.2012
Patentabläufe - Generikahersteller und Krankenkassen sind bereit
2012 kann als Jahr der Patentabläufe bezeichnet werden:
Seit Jahresbeginn sind Generika zu den Antidementiva Reminyl® (Originalhersteller Janssen, Wirkstoff Galantamin) und Aricept® (Originalhersteller Eisai, Wirkstoff Donepezil) verfügbar.
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13.01.2012
Aliskiren-haltige Arzneimittel: Potenzielles Risiko für kardiovaskuläre und renale Ereignisse
Ende 2007 kam mit Aliskiren - enthalten in Rasilez®, Rasilez HCT® und Rasilamlo® - ein Antihypertonikum mit neuartigem Wirkmechanismus auf den Markt.
Im Rahmen einer Studie sollte nun untersucht werden, ob der Arzneistoff bei Typ-2-Diabetikern mit vorgeschädigter Niere und/oder Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen die Prognose verbessert, wenn er zusätzlich zur blutdrucksenkenden Standardtherapie verordnet wird.
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11.11.2011
Rote-Hand-Brief zu Pradaxa® - Unter Dabigatran Nierenfunktion prüfen
Dabigatran (Pradaxa®) ist ein Hemmstoff der Blutgerinnung, der in der EU seit kurzem zur Schlaganfall-Prävention für Patienten mit Vorhofflimmern verordnet werden darf. Zur Vorbeugung von venösen thromboembolischen Ereignissen nach Hüft- oder Kniegelenkersatz ist das Arzneimittel bereits seit 2008 auf dem Markt.
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10.10.2011
Verordnungseinschränkung bei Harn- und Blutzuckerteststreifen
Ab dem 1. Oktober ändert sich die Verordnungsfähigkeit von Urin- und Blutzuckerteststreifen für nicht insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker. Bereits im März 2011 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschlossen, die Verordnungsfähigkeit zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung einzuschränken. Dieser Beschluss wird zum 1. Oktober 2011 rechtskräftig. Insulinpflichtige Diabetiker sind von dieser Regelung nicht betroffen.
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01.08.2011
Leberschädigung im Zusammenhang mit Umckaloabo®?
Bei Einnahme des pflanzlichen Erkältungsmittels Umckaloabo® kann es offenbar zu Leberentzündungen kommen.
Darauf deuten laut Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zahlreiche Verdachtsmeldungen hin, die im deutschen Spontanmeldesystem erfasst wurden.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beschäftigt sich nun mit der Angelegenheit und wird vor dem Hintergrund aktueller Bewertungen in Kürze Stellung beziehen.
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20.06.2011
Actos® (Pioglitazon) unter Krebsverdacht
Diabetesmedikamente mit dem Wirkstoff Pioglitazon (in Deutschland in Actos®, Competact® und Tandemact®) dürfen nach einer Anordnung der französischen Gesundheitsbehörde nicht mehr verordnet werden.
Grund hierfür sind die bekannt gewordenen Ergebnisse einer französischen Studie, die eine Erhöhung des Risikos für Blasenkrebs bei Diabetikern feststellte, die das Medikament einnahmen.
Auch das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät von der Einnahme ab.
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03.08.2010
Thromboembolie-Risiko bei Drospirenon-haltigen oralen Kontrazeptiva (z.B. Petibelle® , Yasmin® , Yaz® ) erhöht
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 29.03.2010
eine Risikoinformation zu Drospirenon-haltigen kombinierten oralen Kontrazeptiva
(KOK, „Antibabypillen“) herausgegeben. Zwei neue Studien zum Risiko venöser
Thromboembolien (VTE, Venenverschluss durch einen Blutpfropfen) ergaben, dass
das Risiko offenbar höher ist als bisher angenommen. Die Produktinformationen der betroffenen
Präparate sollen entsprechend verändert werden....
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27.04.2010
Widerruf der Zulassung für Bufexamac-haltige Arzneimittel
Inzwischen hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) alle Salben
und Hämorrhoidenpräparate mit dem Wirkstoff Bufexamac zurückgerufen. Sie sollten diese
Arzneimittel nicht mehr verwenden, auch, wenn Sie diese bisher gut vertragen haben.
Das Risiko, dass Bufexamac eine Kontaktdermatitis auslöst ist groß, außerdem gibt es Alternativen, die besser verträglich sind.
25.11.2009
Haut- und Hämorrhoidenmittel mit Bufexamac: Widerruf der Zulassung?
Wegen schwerwiegender Nebenwirkungen bei wenig oder keinem Nutzen hat das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Widerruf der
Zulassungen für Bufexamac-haltige Arzneimittel angekündigt. Der Wirkstoff ist in
zahlreichen Cremes und Salben enthalten und wird zur Behandlung von Ekzemen,
wie sie auch bei der Neurodermitis auftreten können, eingesetzt. Weiterhin ist
Bufexamac ein häufiger Bestandteil von Hämorrhoidensalben. Bekannte Handelsnamen
sind beispielsweise: Parfenac®, Faktu akut®, Mastu akut® oder Haemo exhirud®...
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15.10.2009
Verdacht auf schwere Leberschäden durch Orlistat (Xenical®, Alli®)
Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA prüft derzeit den Zusammenhang zwischen
schweren Leberschäden und der Einnahme von Orlistat. Das Medikament wird zur Gewichtsreduktion
eingesetzt und ist auch in Deutschland in einer verschreibungsfreien (Alli®) und einer
verschreibungspflichtigen (Xenical®) Dosierung zugelassen. Zwischen 1999 und 2008 dokumentierte
die FDA weltweit 32 Fälle, 6 davon führten zu einem Leberversagen, 27 mussten stationär behandelt werden.
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06.05.2009
Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von L-Thyroxin und Alli® oder Xenical® zur Gewichtsreduktion!
Nach einer Anordnung der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA muss in die Packungsbeilage des Abmagerungsmittels Xenical® der Hinweis auf eine Wechselwirkung mit Schilddrüsenhormonen aufgenommen werden…
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28.01.2009
AkdÄ prüft Zusammenhang zwischen lebensbedrohlicher Erkrankung und Rotavirus-Impfung
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) prüft derzeit, ob es einen Zusammenhang gibt
zwischen RotaTeq®, einer Impfung gegen Rotaviren, und Fällen des lebensbedrohlichen Kawasaki-Syndroms…
30.10.2008
Marktrücknahme von Rimonabant (Acomplia®)
Eine zunehmende Zahl von Berichten über psychiatrische Nebenwirkungen wie Depressionen, Ängste und Schlafstörungen veranlasste die Europäische Arzneimittelbehörde die Marktrücknahme von Acomplia® zu empfehlen. Das Medikament wird zur Behandlung von Übergewicht eingesetzt...
17.01.2008
Arzneistoff gegen Störungen des Fettstoffwechsels ohne Nutzen
In einer Studie mit über 700 Patienten wurde die Wirksamkeit des Lipidsenkers Ezetimib in Kombination mit Simvastatin untersucht. Dabei konnte kein Nutzen der Kombination, die in Deutschland unter dem Namen Inegy® erhältlich ist, gegenüber einem Simvastatin-Monopräparat nachgewiesen werden. Für einigen Ärger sorgte die verzögerte Veröffentlichung der Ergebnisse durch die Pharmahersteller...
20.11.2007
Arthrosemedikament Prexige®: BfArM ordnet Ruhen der Zulassung an
Mit sofortiger Wirkung hat das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte am 19.11.2007 das Ruhen der Zulassung für das Lumiracoxib-haltige Arzneimittel Prexige® angeordnet...
05.10.2007
Hustenstiller Clobutinol (z.B. in Silomat®): Marktrücknahme
Die Arzneimittelzulassungsbehörde hat am 31.08.2007 mit sofortiger Wirkung das Ruhen der Zulassung für alle Clobutinol-haltigen Arzneimittel angeordnet...